Chronik

[Zurück]

 

  1046:
Erste urkundliche Erwähnung Morscheids durch Erzbischof Poppo (1016-1047). Eine Kopie der Originalurkunde hängt im Bürgerhaus in Morscheid.
 
  1098:
In einer Urkunde Kaiser Heinrichs III. garantiert er die Güter Morscheids dem Simeonstift in Trier.
 
  1348:
Der „Schwarze Tod“ streift durch Europa und zieht auch an Morscheid nicht vorbei. Die gesunde Bevölkerung wandert aus Morscheid aus und gründet den Ort ca. 1000 m weiter östlich neu. Die Ruinen des alten Morscheid können bis heute  besucht werden. Lesen Sie mehr über dieses Ereignis in
Sagen und Legenden
 
  1462:
Morscheid wird zum ersten Mal als Pfarrei bezeichnet.
 
  1563:
Morscheid zählt mit 17 Feuerstätten zu den größeren Ortsgemeinden im vorderen Hochwald. Mit der Anzahl der Feuerstätten wurde in früherer Zeit die Größe der Gemeinde bestimmt.
Pro Familie gab es normalerweise eine Feuerstätte.
 
  1569:
Erste Erwähnung des Heiligen Martinus als Kirchenpatron der Pfarrgemeinde Morscheid.
 
  1664:
Die Kirche in Morscheid erhält ihre erste Glocke.
 
  1684:
Morscheid hat 18 Feuerstätten.
 
  1685:
Morscheid erhält seine zweite Glocke.
 
  1739:
Der Glockenturm in Morscheid wird bei einer Visitation als baufällig bezeichnet. Eine unzureichende Restaurierung erfolgt erst 1761.
 
  1787:
Morscheid zählt 163 Einwohner. Als Hauptprodukte werden in der Pfalzeler Amtsbeschreibung Hafer, Korn, Kartoffeln und Holz angegeben.
 
  1794:
Als französische Truppen Trier besetzen wird Morscheid verwaltungstechnisch dem Département de la Sarre zugeteilt.
 
  1816:
Trier fällt aufgrund des 2. Pariser Friedens wieder zurück an Preußen. Die Verwaltung ähnelte bis auf kleine Unterschiede bereits sehr der heutigen.
 
  1818:
Morscheid zählt 227 Einwohner.
 
  1852:
is 1852 ist die Hauptstraßenverbindung die bis heute als Wirtschaftsweg erhaltene Straße ab der Studentenmühle über die Ruwer mit Anschluss an die heutige Straße Boorwies.
Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird die heutige Kreisstraße mit Verbindung nach Waldrach angelegt.
 
  1871:
Morscheid zählt 321 Einwohner.
 
  1874:
Morscheid erhält einen Kirchenneubau. Die Kirche ist bis heute erhalten, es wurden die Glocken aus dem 17. Jahrhundert verwendet.
 
  1883:
4 Morscheider suchen während eines Gewitters Schutz unter einer Buche, alle überleben. Aus Dankbarkeit errichteten sie ein Denkmal im Zeichen des heiligen Donatus, das bis heute als Donatuskreuz in der Nähe des Ortes an diesen Vorfall erinnert.
 
  1914-1918:
Der erste Weltkrieg beginnt. Auch in Morscheid führt dies zu erheblichen Beschädigungen.
 
  1921:
In Morscheid wird der erste Sportverein gegründet. Damals findet der Spielbetrieb noch in Waldrach statt und die einzige Abteilung des Vereins ist die Fußball Mannschaft „DJK Morscheid“.
 
  1933:
Es kommt zu einem Eklat im Gemeinderat, als das damalige Ratsmitglied Peter Rommelfanger zu einem Hitler-Bildnis, welches im Gemeindehaus angebracht werden soll, anmerkt: Der Blick dieses Mannes gefällt mir nicht. Er entgeht nur knapp einer harten Strafe.
 
  1939:
Der zweite Weltkrieg beginnt. Die Bürger Morscheids werden von der Reichsregierung dazu aufgefordert Unterkünfte in den eigenen Häusern für Soldaten an der Westfront bereit zu stellen.
In Morscheid leben zu dieser Zeit 509 Menschen.
 
  1940:
Viele männliche Morscheider werden zum Dienst in der Wehrmacht eingezogen und zunächst nach Frankreich, später an die russische Front eingezogen. Dies führt zu einigen Problemen, da große Teile der Morscheider Bevölkerung sich selbst durch eigene Landwirtschaft versorgen.
 
  1942:
Die beiden historischen Glocken aus dem 17. Jahrhundert werden aus Morscheid entfernt. Die bronzenen Glocken sollen zur Gewinnung von Kriegsgütern eingeschmolzen werden. Ihr Verbleib bleibt nach Kriegsende ungeklärt.
 
  1944:
Ende 1944 erreicht der Krieg dann Morscheid mit all seinen grausamen Nebenwirkungen. Die Bevölkerung leidet an Hungersnot. Weihnachten 1944 wird das benachbarte Trier in Schutt und Asche gelegt. Große Teile der Stadtbevölkerung fliehen auf das Land, um den Bombardierungen zu entgehen.
 
  1945:
Morscheid dient wiederum als Feldlager für Frontsoldaten. Am ersten Sonntag im März schlägt eine erste Granate in Morscheid ein. Einige Morscheider sterben in dem folgenden Angriff. Am 14. März marschieren die Amerikaner in Morscheid ein, um ihren Weg durch das Ruwertal nach Trier fortzusetzen. Die Ortsgemeinde wird schwer beschädigt. Durch eine große Anzahl Minen wurde auch die landwirtschaftliche Tätigkeit der Bevölkerung stark eingeschränkt.
 
  1946:
Die Kirche wird durch den Krieg schwer beschädigt, aber in den darauf folgenden Jahren durch den unermüdlichen Einsatz der Morscheider wieder aufgebaut.
In diesem Jahre wurde auch der Männergesangsverein gegründet.
 
  1949:
Die Schule in Morscheid befindet sich im späteren „Gasthaus zur Linde“. Hier findet der normale Volksschulunterricht von der ersten bis zur achten Klasse statt.
 
  1951:
Morscheid erhält eine neue Glocke. Ein Nachforschungsantrag über den Verbleib der historischen Glocken bleibt ohne Erfolg.
 
  1953:
Der Männergesangverein „Cäcilia“ in Morscheid erhält seine Fahnenweihe.
 
  1965:
Das Baugebiet "Im Scheidgarten" sowie der zweite Teil der Kirchstraße wird erschlossen.
 
  1966:
Die neue Schule in Morscheid wird eingeweiht. Sie befindet sich im heutigen Kindergarten.
Der Unterricht hier wird bis 1974 gehalten, seitdem besuchen die Grundschulkinder die Schule in Waldrach.
 
  1975:
Der Jugendclub Morscheid wird auf Initiative des Kaplan Bohlen gegründet. Sinn ist es, eine organisierte Freizeitbeschäftigung für die Kinder und Jugendlichen im Ort auf die Beine zu stellen.
Aus diesem Jugendclub entstand nebenbei der Karnevalsverein, welcher in diesem Jahre auch seine erste Kappensitzung hielt.
 
  1978:
Das Neubaugebiet „Im Riemen“ wird erschlossen.
 
  1985:
Das Bürgerhaus in Morscheid wird eingeweiht. Es wurde vom ortsansässigen Architekten Martin Krell entworfen.
 
  1991:
Die Partnerschaft mit der Gemeinde Paulinzella im Kreis Saalfeldt-Rudolstadt in Thüringen wird beurkundet.
 
  1995:
Die Jugendfeuerwehr Morscheid wird gegründet und der SV Morscheid errichtet auf dem Gelände des Sportplatzes ein neues Clubhaus.
 
  2003:
Morscheid erhält ein weiteres Neubaugebiet: „Im Kirtel“.
 
  2006:
In Morscheid leben 928 Menschen.
 
  2007:
Die Website der Ortsgemeinde wird erstellt und ist seitdem im Internet zu finden.
 

 

 

[Zurück]